Meldungen
Am 25. Juni 2025 wurde Stephan Rether nach 26 Jahren als Leiter des Katholischen Büros Sachsen-Anhalt in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Der Runde Tisch für Integration und Zuwanderung würdigt sein langjähriges Engagement als geschätztes Mitglied unseres Gremiums.
Stephan Rether hat sich über Jahre hinweg konstruktiv in die Arbeit des Runden Tisches eingebracht und dabei stets die Brücke zwischen kirchlichen und gesellschaftspolitischen Perspektiven in den Themenbereichen Migration und Integration geschlagen. Seine fachliche Expertise, sein respektvoller Dialog und seine Vermittlungsarbeit zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren waren für unsere gemeinsame Arbeit von großem Wert.
Bischof Gerhard Feige betonte am Beginn der Feier im Rahmen eines Gottensdienstes in der Kathedrale St. Sebastian die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirchen für den Schutz der freiheitlichen Demokratie und ihrer Werte – ein Anliegen, das auch im Zentrum der Arbeit des Runden Tisches steht.
Wir danken Rether für sein Engagement und wünschen ihm alles Gute für den neuen Lebensabschnitt. Seinem Nachfolger Mathias Bethke wünschen wir einen guten Start in dieser wichtigen Funktion.
Am 27. September, dem mit der Gründung von PRO ASYL im Jahr 1986 ins Leben gerufenen Tag des Flüchtlings, rief der Vorstand des Runden Tisches für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus gemeinsam mit 18 seiner Mitgliedsorganisationen noch einmal zu einer sachlichen Migrationsdebatte in Sachsen-Anhalt auf.
Zum Tag des Flüchtlings am 27. September hat der Vorstand des Runden Tisches für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus in Sachsen-Anhalt erneut zu einer sachlichen Migrationsdebatte aufgerufen. Insbesondere angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen und medialen Berichterstattung, u.a. im Nachklang des Anschlags von Solingen, betont der Vorstand die dringende Notwendigkeit, den Diskurs um Flucht, Migration und Menschenrechte auf der Basis von Fakten und differenzierten Argumenten zu führen.
„Die Debatte rund um Migration darf nicht von kurzfristigen Emotionen und populistischen Überbietungswettbewerben geprägt werden,“ erklärt der Vorstandsvorsitzende Raimund Sternal. „Insbesondere in Zeiten, in denen drastische Verschärfungen des Asylrechts und massive Leistungskürzungen für Geflüchtete öffentlich als legitime Maßnahmen diskutiert werden, ist eine Versachlichung des Diskurses unerlässlich.“
Aktuelle Entwicklungen wie die bundespolitische Diskussion um eine mögliche Nullsetzung von Asylbewerberleistungen, die breit diskutierte Abschaffung des individuellen Rechts auf Asyl, sowie die Niederschlagung dieser Polarisierung in konkreten Maßnahmen, wie der sich in Sachsen-Anhalt bereits vermehrt vollziehenden Ausstellung von sogenannten Grenzübertrittsbescheinigungen anstelle von Duldungen, was eine drastische Kürzung der Sozialleistungen zur Folge hat, verdeutlichen den Handlungsbedarf. Die betroffenen Menschen geraten durch solche Maßnahmen zunehmend unter Druck und sind einer prekären und rechtlich unsicheren Situation ausgesetzt.
Der Runde Tisch spricht sich daher klar gegen jegliche Stigmatisierung von geflüchteten Menschen aus und fordert eine Abkehr von emotionalisierten Diskussionen hin zu einer aufrechten, faktenbasierten Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Migration. Der Vorstand des Runden Tisches und seine 18 Mitgliedsorganisationen, die den Aufruf mit unterzeichnet haben, betonen, dass eine solidarische Gesellschaft nur dann möglich ist, wenn politischer Diskurs und mediale Berichterstattung eine sachliche Debatte zur Grundlage haben, die sowohl das Grundgesetz als auch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte respektiert und langfristige Lösungen sucht.
Daher ruft der Vorstand des Runden Tisches zum Anlass des mit der Gründung von PRO ASYL im Jahr 1986 ins Leben gerufenen Flüchtlingstages auch weiterhin alle Menschen dazu auf, den Aufruf zur Versachlichung der Migrationsdebatte zu unterzeichnen: „Wir laden sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen ein, mit ihrer Mitzeichnung ein klares Zeichen gegen Rassismus und für eine respektvolle, differenzierte Auseinandersetzung zu setzen,“ so der Vorstandsvorsitze Raimund Sternal abschließend.
Eine Mitzeichnung für Einzelpersonen ist auch weiterhin ganz einfach über ein Onlineformular direkt unter dem Aufruf möglich. Zum Aufruf und der Möglichkeit seiner Mitzeichnung geht es hier.
Der Vorstand des Runden Tisches für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus ruft gemeinsam mit 17 seiner Mitgliedsorganisationen zu einer sachlichen Migrationsdebatte in Sachsen-Anhalt auf.
Zum Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März drängen über 17 landesweit aktive Organisationen gemeinsam mit den Integrationsbeauftragten aus Magdeburg und Halle sowie von der Landesregierung Sachsen-Anhalt auf eine Versachlichung in den Debatten um Flucht, Migration und Menschenrechte. Der demokratische Diskurs um die besten politischen Lösungen muss sich wieder an Fakten und Inhalten orientieren. Die Mitzeichnenden sprechen sich klar für Demokratie und gegen die Abwertung gesellschaftlicher Gruppen, insbesondere gegen die Marginalisierung und Ausgrenzung von geflüchteten und bei uns schutzsuchender Menschen aus.
Der Vorstandsvorsitzende Raimund Sternal betont: „Im Ringen um konstruktive Lösungen müssen dringend Daten und Fakten überwiegen. Wir machen uns damit stark für eine solidarische Gesellschaft und freuen uns dabei über alle diejenigen, die durch eine Mitzeichnung unseres Aufrufs mit uns gemeinsam ein Zeichen senden gegen Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung.“
Eine Mitzeichnung für Einzelpersonen ist ganz einfach über ein Onlineformular direkt unter dem Aufruf auf unserer Website möglich.
Für Rückfragen steht die Koordinierungsstelle des Runden Tisches unter Tel. 01573-1105070 oder per E-Mail an rundertisch@fluechtlingsrat-lsa.de zur Verfügung.
Der Vorstand des Runden Tisches für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus in Sachsen-Anhalt sowie 17 seiner Mitgliedsorganisationen setzen sich für eine tolerante, vielfältige und weltoffene Gesellschaft in Sachsen-Anhalt ein.
Gemeinsam mit seinen Mitgliedern und zahlreichen Gästen feierte der Runde Tisch für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus am 28.09.2023 sein 30-jähriges Engagement für ein weltoffenes und tolerantes Miteinander in Sachsen-Anhalt.
Unter den ca. 50 Gästen waren einige Landtagspräsidenten a.D. als ehemalige Schirmherren, die Oberbürgermeisterin Simone Borris, zahlreiche Landtagsabgeordnete, die Vertreter*innen der über 30 Mitgliedsorganisationen und viele Akteure, die am Runden Tisch in der Vergangenheit engagiert mitgewirkt haben.
In den Grußworten von Anne-Marie Keding (Vize-Präsidentin des Landtags), Susi Möbbeck (Staatssekretärin sowie Landesintegrationsbeauftragte), Friedrich Kramer (Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland) und Dr. Gerhard Feige (Bischof des Bistum Magdeburg) wurde die Historie und Gegenwart dieses einzigartigen zivilgesellschaftlichen Bündnisses gewürdigt.
Im anschließenden Podiumsgespräch berichteten Abdoul Coulibaly, Juliana Gombe, Duc Nguyen und Janos Raduly über ihre Erfahrungen der Vor- und Nachwendezeit und zu ihrem zivilgesellschaftlichem Engagement in Sachsen-Anhalt.
Den Abschluss machte Herr Begrich (miteinander e.V.) mit einen Impulsvortrag zum Thema „Für die offene Gesellschaft: Zivilgesellschaftliches Engagement in Krisenzeiten“. Der ganze Vortrag kann hier [PDF] nachgelesen werden.
Herr Amidou Traore hat als Moderator durch das Programm geführt, und Herr Enver Ibragimov hat es musikalisch begleitet.
Vor der Veranstaltung fand das jährliche Gespräch der Mitglieder des Runden Tisches mit Landtagsabgeordneten von SPD, CDU, FDP, Grünen und der LINKEN statt. Unter Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten, zum Termin vertreten durch Vizepräsidentin Anne-Marie Keding, wurde lebhaft über Fachkräfteeinwanderung, Arbeit der Ausländerbehörden, Sprachbildung und Sprachmittlung sowie Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Unterbringung von Geflüchteten diskutiert.
Wir danken allen Beteiligten sehr für Ihre Beiträge und allen Gästen für Ihr Kommen und den Austausch.
Gemeinsam mit seinen Mitgliedern und zahlreichen Gästen feiert der Runde Tisch für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus 30 Jahre Engagement für ein weltoffenes, tolerantes und respektvolles Miteinander in Sachsen-Anhalt. Im Rahmen der Feierlichkeiten im Forum Gestaltung werden am 28.09.2023 Anlass, Historie und Gegenwart dieses zivilgesellschaftlichen Bündnisses gewürdigt.
»Wir blicken als zivilgesellschaftliches Bündnis, das in seiner Breite und Struktur so in Sachsen-Anhalt einzigartig ist, stolz auf die letzten 30 Jahre unseres Engagements zurück. Wir sind stetig gewachsen und haben mit unseren Formaten die Zivilgesellschaft im Land positiv prägen können.« erklärt Raimund Sternal, Vorstandsvorsitzender des Runden Tisches und Generalvikar a.D. des Bistums Magdeburg.
In Folge der Ausschreitungen in den frühen Neunzigern ergriffen Engagierte der christlichen Kirchen, der Synagogengemeinde zu Magdeburg und des Deutschen Gewerkschaftsbunds die Initiative: Der Runde Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit wurde unter Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten gegründet. 2017 schloss er sich mit dem Bündnis für Zuwanderung und Integration in Sachsen-Anhalt zusammen und arbeitet seitdem als „Runder Tisch für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus“ gestärkt weiter.
»30 Jahre Runder Tisch sind ein Grund zu feiern.« sagt Staatssekretärin Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte der Landesregierung Sachsen-Anhalt. »30 Jahre ist der Runde Tisch in Sachsen-Anhalt unterwegs, um für eine gute, humanitäre Aufnahme geflüchteter Menschen zu werben, Anregungen zu geben, Vernetzungen herzustellen, aber auch, wenn nötig, den Finger in die Wunde zu legen, wenn bei Aufnahme, Unterbringung oder Integrationsangeboten menschenrechtliche Standards noch nicht erfüllt sind. Die kritische Stimme des Runden Tisches wird auch in den kommenden Jahren gebraucht. Sachsen-Anhalt ist mehr denn je auf Zuwanderung angewiesen. Das wird nur klappen, wenn wir die Willkommenskultur ausbauen, Rassismus zurückdrängen und zugewanderten Menschen gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen.«
Der Vorstand und die Mitglieder des Runden Tisches freuen sich auf weitere 30 Jahre zivilgesellschaftlichen Engagements in Sachsen-Anhalt und laden herzlich zu den Feierlichkeiten ein.
Wir laden Sie als Pressevertreter*innen herzlich zur Jubiläumsfeier am 28.09.2023 von 16 bis 18 Uhr ins Forum Gestaltung, Brandenburger Str. 10, 39104 Magdeburg ein.
Für Rückfragen steht die Koordinierungsstelle des Runden Tisches unter tel. 0391-50549613 oder per mail an rundertisch@fluechtlingsrat-lsa.de zur Verfügung.
Zum 30-jährigen Jubiläum lädt der Runde Tisch nach Magdeburg zur Feier ins Forum Gestaltung. Am 28.09. finden sowohl das turnusgemäße Diskussionsforum mit den integrationspolitischen Sprecher*innen der Landtagsfraktionen als auch die Festlichkeiten statt.
30 Jahre Engagement für ein weltoffenes, tolerantes und respektvolles Miteinander in Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir Anlass, Historie und Gegenwart dieses einzigartigen zivilgesellschaftlichen Bündnisses würdigen, in die flüchtlings- und integrationspolitische Zukunft zu schauen und dazu ins Gespräch zu kommen.
Zu diesem Zweck veröffentlicht der Runde Tisch einen neuen Informationsflyer, der über die Arbeit der letzten Jahre und die Funktion des in Sachsen-Anhalt einzigartigen Gremiums informiert.
Bei Interesse an der Arbeit des Runden Tisches und einer Teilnahme an der Jubiläumsfeier schreiben Sie uns gerne eine Email an rundertisch@fluechtlingsrat-lsa.de.
Datum: 28.09.2023, 16 – 18 Uhr
Ort: Bühnensaal des Forum Gestaltung
Brandenburger Str. 10, 39104 Magdeburg